Fischereimuseum

Fischhaus1Südlich des großen Torweihers, an der Ecke Heppstädter Straße / Adelsdorfer Straße liegt das historische Fischhaus zu Neuhaus. Der kleine, viereckige Turm mit dem Zeltdach wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts ursprünglich als Wachhäuschen erbaut, das noch vorhandene Fachwerk im Obergeschoss ist nach der letzten Restaurierung der Fassade nur noch von innen zu betrachten. Heute befindet sich das Fischereimuseum in den Räumen des historischen Fischhauses.

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Dass die Arbeiten in der Teichwirtschaft bis heute oft recht anstrengend sind, weiß ein Jeder, der einmal beim Abfischen mitgeholfen hat.

So kann man es sich fast nicht vorstellen, dass die alten Teiche allein durch Handarbeit entstanden. Wen wundert es da, dass der Teich zwischen Angerweiher und großem Torweiher nach dem neumodischen Hilfsmittel „Raupenweiher“ benannt ist. Um sich besser in die Arbeit der Teichwirte in vergangenen Tagen hinein zu fühlen, hat uns das Landesamt für Landwirtschaft, Institut für Fischerei einige Bilder aus seinem Archiv zur Verfügung gestellt:

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Ochsengespann und Spiegelkarpfen.

LfL, IFI, Archiv Karpfenteichwirtschaft mit freundlicher Genehmigung Dr. Oberle

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Später, als vermehrt motorisierte Fahrzeuge das Fischhaus anfuhren, wurde eine Rampe zum leichtern Be- und Entladen gebaut.

 

 

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Dort, wo früher die Fuhrwerke entlangzogen, steht Ihnen heute eine barrierefreie Toilettenanlage und ein kleiner Parkplatz zur Verfügung, der auch für einen Reisebus ausreichend groß ist.

(Bild: Blick aus dem Obergeschoss des Historischen Fischhauses)

 

Bild6Im Innenraum des historischen Fischhauses befinden sich die Ausstellungsräume des Fischereimuseums Unterer Aischgrund: Die früheren Hälterungen sind inzwischen mit Dielen überbaut und so können Sie auf der linken Seite eine Ausstellung verschiedener Teichgeräte und Angelutensilien erkunden: Wer weiß schon, was der Teichwirt macht, wenn er mit dem Schlegel den Häckel und somit auch den Weiher zieht und was letztendlich der „Häckelmoo“ dabei zu schaffen hat?

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Auf der rechten Seite befinden sich die Vitrinen mit den Präparaten der wichtigsten Fische in Mittelfranken, sie stammen zum größten Teil aus dem Fischpräparations-Atelier Herbert Herrler, Gramperdorf

Wer seine Kenntnisse der heimischen Fischfauna überprüfen möchte, kann sich mit einem Quiz an den ausgestellten Präparaten versuchen.

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Lernen Sie Cyprinus carpio von einer ganz neuen Seite kennen!

Dieses Museum möchte dem interessierten Besucher den Lebensraum der Teiche und ihrer Bewohner in ihrer Vielfalt und Schönheit näherbringen, einen Einblick geben in die tägliche Arbeit von Fischern und Teichwirten und vor allem die Neugierde wecken auf die unbekannte Welt unter Wasser.

Karpfen

Karpfenmodell

 

 

 

 

 

 

 

Das Fischereimuseum Unterer Aischgrund ist geöffnet:
1. Mai – 31. Oktober, jeden So.
von 13:00 – 17:00 Uhr
Preise: Erwachsene 3€, Kinder ab 10 Jahren 1€, Familien pauschal 5€, Schulklassen pauschal 10€

Telefonnummern / Kontakt
Für Führungen stehen wir Ihnen auf Anfrage unter folgenden Telefonnummern zur Verfügung:
Gerhard Zender   Tel.: 0151/10005428
Anette Amtmann Tel.: 09193/508406


…und vielleicht haben Sie ja Lust auf mehr,

  • dann besuchen Sie doch den 2km langen Fischereirundweg mit seinen 11 Schautafeln quer durch die Crailsheim‘sche Teichanlage
  • oder Sie machen es wie „Vogelpfarrer“ Jäckel und besuchen das heutige Naturschutzgebiet, die Vogelfreistätte Weihergebiet bei Mohrhof.
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Lachmöven im Mohrhofgebiet

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